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Grußwort Prof. Dr. Rolf Rossaint

Rolf RossaintLiebe Freunde der Anästhesiologie,

seit vielen Jahren wird der Hauptstadtkongress Anästhesiologie und Intensivmedizin durch den gleichen Kongresspräsidenten für einen Zeitraum von drei Jahren gestaltet. Aktuell hat diese Aufgabe Prof. Dr. Wappler übernommen, der die drei Kongresse 2018, 2019 und 2020 unter das Motto gesetzt hat: „Kompetent entscheiden - Klug handeln - Sicher agieren“. In jedem dieser Jahre steht einer dieser drei Aspekte im Vordergrund; in diesem dritten Jahr seiner Kongresspräsidentschaft konzentrieren sich Herr Kollege Prof. Dr. Wappler und sein Team auf “Sicher agieren“. Sicher agieren ist etwas, was jedem von uns im Interesse des Patienten am Herzen liegt. Zweifelsfrei ist die Basis für „Sicher agieren“ der Dreiklang aus Wissen, Erfahrung und ein hohes Maß an Soft Skills. Wissen umfasst im Rahmen der Patientenbehandlung Kenntnisse zur Anamnese sowie zu evidenz-basierten Maßnahmen in Diagnostik und Therapie für den jeweils individuell zu behandelnden Patienten. Gleichzeitig muss dieses Wissen, damit es beim Patienten auch tatsächlich zu einer optimalen Behandlung kommt, gepaart sein mit Berufserfahrung und technischen Fähigkeiten. Wissen und Erfahrungen müssen aber gleichzeitig durch Soft Skills, insbesondere im Bereich der Kommunikation Arzt-Patient, Pflegekraft-Patient, Arzt-Arzt und Arzt-Pflegekraft, ergänzt sein. Für den Patienten wird hierdurch einerseits die mitmenschliche Empathie der Pflege und Ärzte spürbar und andererseits Geborgenheit ausgestrahlt. Interdisziplinäre wie aber auch interprofessionelle Kommunikationsfähigkeit sind im Sinne der Patientensicherheit aber gerade dann von besonderer Bedeutung, wenn Komplikationen auftreten und behoben werden müssen. „Sicher agieren“ ist daher nur möglich, wenn im Dreiklang Wissen, Erfahrung und Soft Skills vorhanden ist.

Das Thema Patientensicherheit ist in der Anästhesiologie eins der zentralen Themen. Auch in den jüngst publizierten 10 Kernaussagen der DGAI wird immer wieder darauf abgezielt eine höchst mögliche Patientensicherheit zu erzielen. Sicherlich werden wir hier trotz vieler schon vorhandener Initiativen nicht nachlassen, sondern vielmehr weitere Anstrengungen unternehmen. Hierzu gehört u. a. die zukünftige flächendeckende Einführung von Qualitätsindikatoren.

Auf dem diesjährigen HAI wollen wir erneut in allen Säulen unseres Faches Wissen unter Benennung der aktuell diskutierten Vor- und Nachteile der verschiedenen medizinischen Maßnahmen vermitteln. Hierbei verfolgt das Wissenschaftliche Komitee dankenswerter Weise nicht eine rein disziplinäre Sichtweise, sondern ermöglicht durch die sehr bewusste und exzellente Programmgestaltung einen interdisziplinären und interprofessionellen Einblick. Für die Referenten und Zuhörer stehen zur Wissensvermittlung und -erlernung die unterschiedlichsten Formate wie Hauptsitzungen, Refresherkurse der Deutschen Akademie für Anästhesiologische Fortbildung (DAAF), Satellitensymposien, Pro/Con-Sitzungen, TED-Sitzungen, Problem-Based-Learning und Workshops zur Verfügung. Ich danke an dieser Stelle allen an diesem Kongress beteiligten Personen sowie der Industrie für ihren Einsatz.

Als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin darf ich Sie ganz herzlich zum Hauptstadtkongress Anästhesiologie und Intensivmedizin in Berlin einladen und würde mich freuen, Sie begrüßen zu können. Sie werden nicht nur „Wissen tanken“ und ein anspruchsvolles Kongressprogramm erleben können, sondern zusätzlich die Möglichkeit für ein kollegiales Miteinander in unserer schönen Hauptstadt haben. Ich wünsche uns allen einen lehrreichen Kongress. Wissen ist ein zentrales Element um „Sicher
agieren“ zu können!

Ihr

Univ.-Prof. Dr. Rolf Rossaint
Präsident der DGAI